Tag der Autonomie 2026
Festakt zum 80. Jahrestag des Pariser Vertrages am 5. September
Das Gruber-De-Gasperi-Abkommen vom 5. September 1946 bildet die völkerrechtliche Grundlage der Südtiroler Autonomie. Zum 80. Jahrestag wird seine historische Bedeutung mit einer Feier gewürdigt.
Im Jubiläumsjahr erinnern zahlreiche wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen an die Bedeutung des Abkommens. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Festakt zum „Tag der Autonomie“.
Festakt zum Tag der Autonomie
Der Festakt zum „Tag der Autonomie“ findet am Samstag, 5. September 2026, im Kurhaus von Meran statt. Erwartet werden die Staatsoberhäupter Italiens und Österreichs, Sergio Mattarella und Alexander Van der Bellen.
Livestream
Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Interessierte können die Feier jedoch live online auf dem YouTube-Kanal oder hier unten verfolgen.
Geschichtlicher Hintergrund
Das Gruber-Degasperi-Abkommen
Am 5. September 1946 unterzeichneten der österreichische Außenminister Karl Gruber und der italienische Ministerpräsident Alcide De Gasperi in Paris das nach ihnen benannte Abkommen. In der schwierigen Nachkriegszeit sollte es der deutschsprachigen Bevölkerung Südtirols den Schutz ihrer ethnischen Identität sowie die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung garantieren.
Vom völkerrechtlichen Versprechen zur gelebten Autonomie
Der Pariser Vertrag legte den Grundstein für die heutige Selbstverwaltung Südtirols. Italien verpflichtete sich darin, Südtirol Autonomie zu gewähren.
Nach einer zunächst unzureichenden Umsetzung wurde die Autonomie schrittweise weiterentwickelt: zunächst durch die politische Einigung auf das „Paket“ im Jahr 1969 und anschließend durch die Verankerung im Zweiten Autonomiestatut von 1972. Erst damit wurde auch die ladinische Sprachgruppe rechtlich gleichgestellt, die im Vertragstext von 1946 noch nicht ausdrücklich erwähnt worden war.
Fundament der Südtiroler Autonomie
Bis heute bildet der Pariser Vertrag das Fundament der Südtiroler Autonomie. Als internationales Abkommen sichert er die Rechte der Sprachgruppen und weist Österreich als Vertragspartner eine Schutzfunktion zu. Italien verpflichtet sich darin, den Gebrauch der Muttersprache in Verwaltung und Schule zu garantieren sowie Südtirol eigene Gesetzgebungsbefugnisse zu übertragen.
Letzte Aktualisierung: Heute